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Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz - Ackerbau

Datum: 08.10.2018

Heute Informationen zu

  • Gülle- und Festmistdüngung
  • Nutzung ÖVF mit Zwischenfrucht- und Untersaatanbau
  • Lehrgang zum Erwerb der Sachkunde für den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln
  • Winterraps
  • Wintergetreide
  • Spritzen landwirtschaftlich genutzter Flächen
  • Gewässerrandstreifen
  • Allgemeines

Gülle und Festmistdüngung im Landkreis Calw Herbst/Winter 2018/2019

Düngung mit flüssigen Wirtschaftsdüngern mit einem wesentlichen Nährstoffgehalt von mehr als 1,5 % Gesamtstickstoff oder mehr als 0,5 % Phosphat in der Trockenmasse                                                                                                                

                             Verbotszeitraum
Ackerbau                02.10. - 31.01.
Mehrj. Feldfutter     01.11. - 31.01.
Grünland                15.11. - 15.2.                                

Darüber hinaus gilt im Wasserschutzproblemgebiet Zone III       

                                    Verbotszeitraum
Ackerbau und Feldfutter  bis  31.01.
Grünland                       31.10. - 31.01.                                                                                      

Grundsätzlich gilt: im Wasserschutzgebiet Zone II ist die Ausbringung von flüssigen Wirtschaftsdüngern grundsätzlich verboten!                                                                                                            

Sperrfrist für Festmist von Huf- oder Klauentieren oder Komposte in der Zeit vom 15.12. - 15.01.

Bei Geflügelmist und separierter Gülle oder Gärresten gelten außerhalb von Wasserschutzgebieten die gleichen Vorgaben wie bei der Gülleausbringung.                                                                  

Festmistausbringung im Wasserschutzproblemgebiet auf Dauergrünland und Feldfutter ohne Leguminosen ist nur in einem kurzen Zeitraum vom 1.12.- 14.12. möglich.                                                                                                                                                          

Bei Fragen wenden Sie sich an das Landratsamt Calw, Abt. Landwirtschaft und Naturschutz unter 0705 160-951.       


Nutzung ÖFV mit Zwischenfrucht- und Untersaatanbau


Allgemeinverfügung: 

  1. Der Aufwuchs von ÖVF-Zwischenfrüchten und ÖVF-Untersaaten kann durch Beweidung mit Tieren oder per Schnittnutzung für Futterzwecke genutzt werden. 
  2. Die Ausnahmeregelung gilt ausschließlich für greeningpflichtige Betriebe mit ÖVF.
  3. Zulässig ist auch eine Weitergabe des Aufwuchses an Dritte.
  4. Die Ausnahmeregelung ändert nichts an einschlägigen Regelungen zu ÖVF-Zwischenfrüchten und ÖVF-Untersaaten. Die Vorgaben zu den zulässigen Pflanzenarten, das Verbot des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln und mineralischen Düngemitteln gelten weiter wie bisher. Genutzt werden darf nur der Aufwuchs der Zwischenfrüchte und Untersaaten. Zur Erhaltung der positiven ökologischen Wirkungen der Zwischenfrüchte/Untersaaten müssen die restlichen Pflanzenteile - wie bisher - auf der Fläche bis zum 15. Januar 2019 verbleiben. Es gelten weiterhin die Cross Compliance-Verpflichtungen.

Lehrgang zum Erwerb der Sachkunde für den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln

Der Lehrgang findet an folgenden Terminen statt:

  • Montag, 19.11.2018
  • Donnerstag, 22.11.2018
  • Samstag, 24.11.2018
  • Montag, 26.11.2018
  • Donnerstag 29.11.2018

Uhrzeit: montags und donnerstags 18.30 Uhr bis 21.00 Uhr, samstags 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Ort: Kreisberufsschulzentrum Nagold, Raum 263.

Die abschließende schriftliche und mündliche Prüfung ist am Freitag, dem 30.11.2018 ab 13.00 Uhr im Landratsamt Calw, Raum C 213, Vogteistraße 42-46, 75365 Calw.

Die Prüfungsgebühr beträgt 70 €. Für evtl. benötigte Fachliteratur fallen Kosten in Höhe von 15 € an.

Eine Anmeldung bis spätestens 15.11.2018 ist erforderlich!


Winterraps

Herbizide im Nachauflauf:

Problemstandorte:

Effigo 0,35 l/ha Wirkung gegen Kamille, Klettenlabkraut, Diestel (10-20 cm)

Runway 0,2 l/ha Wirkung gegen Kamille, Distel (10-20 cm), Klatschmohn, Kornblume, Sämlingsampfer

Fox ab 4-Blatt-Stadium Raps Splitting 0,3 - 0,7 l/ha, ab 6-Blatt-Stadium Raps 1 l/ha, gegen Sonnenwolfsmilch, Storchschnabel (Achtung! Keine Anwendung bei Bodenfrost. Kann bei ungünstiger Witterung Ätzschäden an der Kulturpflanze verursachen.)
Fox kann nur solo, mit Effigo oder Runway eingesetzt werden.  

Gräserbehandlung:

Ausfallgetreide behindert den Raps in seiner Entwicklung und muss daher zeitig entfernt werden.
Mögliche Mittel:
Select 240 SC + Öl : 0,5 l/ha+1,0 l/ha
Focus Aktiv Pack: 1,5 l/ha+1,5 l/ha
Fusilade Max: 0,7 l/ha-1,0 l/ha
Agil S: 1,0 l/ha

Bei den Gräsermitteln treten teilweise Resistenzen gegenüber dem Ackerfuchsschwanz auf. Grund hierfür ist, dass die Wirkstoffklassen die gleichen sind wie z. B. beim Axial 50. Wenn Sie bereits eine Minderwirkung festgestellt haben, sollten Sie auf Focus aktiv Pack oder Select + Öl ausweichen. Resistenten Ackerfuchsschwanz besser am Ende der Vegetation mit Kerb Flo bekämpfen.

Herbizide im Winterraps

Wachstumsregler

Mitte August gesäter Raps ist nun über dem 6-Blattstadium hinaus und hier sollte mit dem Einkürzen nicht mehr gewartet werden. Teilweise ist eine zweite Einkürzung nötig. Bei später gesäten bzw. aufgelaufenen Rapsbeständen im 4-5 Blattstadium den Raps einkürzen.

z.B. mit
Tilmor 0,8 - 1 l/ha
Folicur oder Orius   0,6 – 0,8 l/ha
Carax und Toprex haben eine sehr gute einkürzende Wirkung, kann sich bei Trockenheit negativ auswirken, Aufwandmenge anpassen


Wintergetreide

Läuse und Zikaden sind Überträger von Viren wie z.B. dem Gelbverzwergungsvirus in der Wintergerste. Wie in den Vorjahren gibt es keine insektiziden Beizen, daher muss den Insekten der Lebensraum rund um das neu auflaufende Wintergetreide genommen werden. Das aufgelaufene Ausfallgetreide sollte mechanisch bekämpft werden, zudem die Feldränder mulchen. Bei Bedarf kann mit dem Herbizid ein Insektizid gegen Läuse und Zikaden eingesetzt werden.

Herbizide in Wintergetreide

Feuchter Boden und Anwendung im frühen Nachauflauf sind ideal für eine gute Wirkung der Bodenherbizide. Bei Wintergerste sind Frühjahrsbehandlungen häufig nicht so effektiv bei der Ackerfuchsschwanzbekämpfung.
Mögliche Mittel und Kombinationen bei Wintergerste z.B. Cadou Forte Set: gut gegen breite Mischverunkrautung und geringer bis mittlerer Ackerfuchsschwanzbesatz.
Herold SC 0,6 l/ha plus Boxer  2,5 - 3 l/ha oder Malibu 3 l/ha plus Boxer 2 l/ha oder Herold SC 0,4 l/ha plus Malibu 2,5 - 3 l/ha: breite Mischverunkrautung und gut gegen Ackerfuchsschwanz, kann bei Überlappungen zu Aufhellungen der Gerste führen. 
Boxer Cadou SC Pack: gut gegen Ackerfuchsschwanz, Schwäche bei Unkräutern, muss evtl. gegen breitblättrige Unkräuter im Frühjahr nachbehandelt werden.

Bei Mischungen mit Boxer sollte die Saattiefe der Wintergerste bei 3-4 cm liegen.  

Bei der Anwendung von Mitteln mit dem Wirkstoff Pendimethalin wie z.B. Malibu, Stomp Aqua uvm. und Boxer (Prosulfocarb) gelten folgende Bestimmungen:

NT145: Das Mittel ist mit einem Wasseraufwand von mindestens 300 l/ha auszubringen. Die Anwendung des Mittels muss mit einem Gerät der Abdriftminderungsklasse 90 Prozent auf der gesamten zu behandelnden Fläche erfolgen.

NT146: Die Fahrgeschwindigkeit bei der Ausbringung darf 7,5 km/h nicht überschreiten.

NT170: Die Windgeschwindigkeit darf bei der Ausbringung 3,0 m/s nicht überschreiten.


Spritzen landwirtschaftlich genutzter Flächen!

Beim Spritzen der landwirtschaftlich genutzten Flächen ist dringend darauf zu achten, dass die Ackerränder und Wege nicht getroffen werden. Auch nicht durch Abtrift z.B. durch Doppelflachstrahldüsen. Insbesondere beim Einsatz von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln sollte mit sehr großer Sorgfalt gearbeitet werden. Eine Randdüse und/oder quer Fahren am Vorgewende, zur genauen Abgrenzung zum Ackerrand und Nachbarkulturen, ist von großem Vorteil.

Wegrand, durch Abdrift geschädigt


 


Gewässerrandstreifen

Bei der Anbauplanung für die kommende Saison die geänderten Rahmenbedingungen der Gewässerrandstreifen zum 01.01.2019 beachten!

Nach § 29 Abs. 3 Nr. 3 Wassergesetz ist eine Ackernutzung im Pufferstreifen untersagt. Der Pufferstreifen von 5 m ab der Böschungsoberkannte kann dann nicht mehr als Produktionsfläche z.B. für Getreide, Mais, Raps, usw. genutzt werden. Ausgenommen ist der umbruchlose Erhalt eines Blühstreifens

Die Information, welche Flächen betroffen sind, erhalten Sie in FIONA bei den Umweltdaten oder unter http://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/pages/map/default/index.xhtml. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Landratsamt (Sachbearbeiter/in des Gemeinsamen Antrags). 

Merkblatt Gewässerrandstreifen


Allgemeines

Bei der Auswahl von Pflanzenschutzmitteln immer auf die Abstandsauflagen zu Gewässern und Hecken achten. Bei vielen Pflanzenschutzmitteln können die Abstandsauflagen durch verlustmindernde Geräte z. B. Einsatz 90 % abtriftmindernder Technik vermindert werden.

Dokumentation Pflanzenschutz (zeitnah)

Spritzen - TÜV alle 3 Jahre 

Nährstoffvergleich für 2017

Düngebedarfsermittlung uvm


 


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